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„Unsere neue Stärke ist der konstruktive Kanalbau“

11.12.2014

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2013 hat Wittfeld  den Auftrag erhalten, den Abwasserkanal Boye im Stadtgebiet Gladbeck und Bottrop zu errichten. Mittlerweile ist Wittfeld einziger Auftragnehmer in diesem Projekt, und sobald die Vortriebe im nächsten Jahr abgeschlossen sind, ist das Wittfelder Team allein auf der Baustelle. Projektleiter Jens Finke sieht den Herausforderungen des Projekts gelassen entgegen „Wir sind breit aufgestellt, so können wir alle Facetten des Spezialtiefbaus bedienen und in den Betonbau und den Ingenieurtiefbau gehen.“

Derzeit baut das Team von Wittfeld einen Kanal mit Durchmesser von drei Metern in offener Bauweise – klassisches Metier, aber nicht einfach, denn sie kreuzen damit Bachläufe, Gasleitungen und die Bahnstrecke Oberhausen–Hamm. Unterwegs wechseln je nach Geologie die Verbauten: So erstellte Wittfeld die Schachtbaugruben für den Rohrvortrieb meist in kreisrunder Form mit Spritzbeton und mehreckige Gruben mittels überschnittener Bohrpfähle oder als ausgesteifte Spundwandbaugruben. Das größte Einzelbauwerk des Auftrags ist der 120 Meter lange Stauraumkanal (SKU), der Wasser bei heftigen Regenfällen zunächst staut und dann gedrosselt in die nachfolgende Kanalisation ablässt. Der SKU wird ebenfalls zum Startschacht für den 45-Meter-Vortrieb unter dem Bahndamm.

Bauherr ist die Emschergenossenschaft in Essen. Das Projekt ist bis 2016 geplant.

 

Die Baustelle in Bottrop hat einen eigenen Archäologen, der einige Fossilien ans Tageslicht beförderte. Highlight war ein Mammut-Stoßzahn. Foto: Wittfeld/Mike Henning