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Bahnstrecke Altenburg–Paditz pünktlich übergeben

25.11.2013

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Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit ging im November 2013 die Bahnstrecke Altenburg–Paditz in Thüringen wieder zweigleisig in Betrieb. Eine Arbeitsgemeinschaft (ARGE) von Wittfeld (87 Prozent) und Eiffage Rail (13 Prozent) hatte die Vier-Kilometer-Strecke zweigleisig erneuert – jeweils halbseitig, während der Verkehr auf dem Nachbargleis aufrechterhalten blieb.


Neben dem Neubau eines 450 Meter langen Trogbauwerkes planten, koordinierten und realisierten die Kollegen umfangreiche Leistungen im Gleisbau, Tiefbau, Kabeltiefbau, Kanalbau, in der Entwässerung und der bahntechnischen Ausrüstung. Die bisherige Infrastruktur war teilweise bis zu 100 Jahre alt und musste von Grund auf modernisiert werden, damit sie künftig mit Geschwindigkeiten bis zu 160 Kilometern pro Stunde befahrbar ist. Die Baumaßnahme hat insgesamt ein Projektvolumen von 23 Millionen Euro netto.


Die ohnehin anspruchsvollen Arbeiten unter rollendem Rad liefen unter erschwerten Bedingungen: Erst im Juni 2013 überschwemmte das Pleiße-Hochwasser – mitten in der finalen Bauphase – Brücken und Gleisbett und beschädigte die Bahnanlagen. Zuvor hatte ein Böschungsrutsch die ARGE zum Umplanen gezwungen. Das Team musste die Böschung in kürzester Zeit neu abstützen. Zusammen mit dem Bauherrn, Geologen und Fachplanern entwarf und errichtete es eine 1,2 Kilometer lange betonausgefachte Trägerbohlwand. Trotz der Widrigkeiten hielten Wittfeld und Eiffage Rail den geplanten Eröffnungstermin.
 

Ein Böschungsrutsch zwang die ARGE zum Bau einer 1,2 Kilometer langen Trägerbohlwand, um die Altenburger Sattel abzustützen.